Schwäbischer Albverein Wolfschlugen

 Schwäbischer Albverein Wolfschlugen

Schöne Tage im Blauen Land – Albverein Wolfschlugen war in Murnau

 

Das Oberbayrische Alpenvorland rund um den Staffelsee war Ziel einer Wanderwoche des Albvereins.

Wechselnde Lichtstimmungen tauchen die Landschaft in malerische Farben. Oft erscheint die Alpenkette in sanften Blautönen. Der Künstler Franz Marc verlieh seiner Wahlheimat den Ehrentitel „das blaue Land“.

Standort der Gruppe mit 33 Teilnehmern war Murnau am Staffelsee. Nach der Quartierverteilung stand eine Ortsführung auf dem Programm. Der Fremdenführer ging auf die Geschichte und auf bekannte Persönlichkeiten von Murnau ein. Man warf einen Blick in die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus, ebenso in die Maria-Hilf-Kirche. In der Fußgängerzone stehen farbenfrohe, denkmalgeschützte Häuserensembles und die Mariensäule. Von Murnau hat man einen schönen Blick auf das Wettersteingebirge. Am nächsten Tag fuhr die Gruppe mit dem Bus nach Garmisch-Partenkirchen. Man parkte am Olympia-Skistadion und konnte die große Sprungschanze bewundern. Eine Gondelbahn brachte die Wanderschar hinauf auf 1231m, wo man bunte Blumenwiesen antraf.

Richard Berchtenbreiter aus Murnau hatte die Führung übernommen. Ganz in der Nähe ist der Eckbauernhof, von der Terrasse hatten die Teilnehmer schöne Ausblicke auf das Karwendelgebirge, sowie das Wetterstein- und Zugspitzmassiv.

Das Königshaus am Schachen, erbaut von König Ludwig II, war noch ganz klein zu sehen. Danach ging es abwärts zur Partnachklamm.

Die Wanderung durch die 650m lange Schlucht war Romantik pur. Einen ganzen Tag verbrachten die Teilnehmer im Murnauer Moos mit dem Mooswanderführer Sepp Gramer.

Man wanderte durch eine Allee von prächtigen Bäumen, an deren Ende sich ein schöner Ausblick über das Murnauer Moos bot. Am Rande vom Moos steht das „Ramsachkirchel“, dessen Eisenglocke zu den ältesten Europas zählt.

Von nun an ging der Wanderweg ins Murnauer Moos, das hinsichtlich seiner Größe und Geschlossenheit der Landschaftsformen sowie Tier- und Pflanzenwelt einmalig in Mitteleuropa ist.

Der Passionsspielort Oberammergau war Ziel eines Tagesausflugs. Man wandere zunächst auf die Romanshöhe und schaute hinunter ins Ammertal und hinüber zum Ettaler Mandel mit seinem Gipfelkreuz. Am Nachmittag war eine Führung durch das Passionstheater, wo alle 10 Jahre Passionsfestspiele stattfinden. Mit einer Kleinbahn fuhr die Gruppe durch das Dorf mit seinen vielen Freskengeschmückten Häusern. Am Tag vor der Abreise fuhr man nach Mittenwald und mit dem Kranzberg-Sessellift zum St. Antonhaus (1391m). Bei strahlendem Sonnenschein konnten die Teilnehmer ein herrliches Alpenpanorama bewundern. Beim Abstieg ging es am Lautersee vorbei zum Bus.

Am Abend gab es eine Überraschung auf bayrische Art. Am Abreisetag ließ man sich verzaubern bei einer Schiffsrundfahrt über den 7,6km2 großen Staffelsee mit seinen sieben Inseln. Am Nachmittag wurde die Wallfahrtskirche, „die Wies“ angesteuert. Ihr Inneres zeigt vollendetes Rokoko im Einklang mit großer Theologie.

Dankesworte gingen an die Organisatoren Erika und Wilfried Hauff für die schönen Tage im blauen Land. (er)